UVMM Technische Details

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Auf dieser Seite werden weiterführende technische Details zu UVMM bereitgestellt. Zuvor sollte die Seite UVMM Quickstart gelesen werden auf der die Grundlagen erläuert werden.

Bei den im folgenden beschriebenen administrativen Aufgaben wird das Kommandozeilenprogramm virsh verwendet, dass von libvirt mitgebracht wird. Weitere Informationen zu diesem Programm sind in der man-Page virsh(1) zu finden.

Storageverwaltung

Univention Virtual Machine Manager verwaltet die Festplatten- und ISO-Images innerhalb sogenannter Speicherbereiche. In der Voreinstellung wird auf jedem Virtualisierungsserver ein Speicherbereich Lokales Verzeichnis angelegt, der auf der lokalen Festplatte liegt. UVMM unterstützt weitere Arten von Speicherbereichen, die beispielsweise auf einem iSCSI-Gerät liegen oder auf LVM-Partition liegen können. Wie solche Speicherbereich auf den Virtualisierungsservern verwaltet werden können wird im folgenden erläuert.


Erstellen von iSCSI-Speicherbereichen

Um auf einem Virtualisierungsserver einen weiteren Speicherbereich zur Verfügung zu stellen muss eine XML-Datei mit einer Beschreibung erstellt werden. Im folgenden Beispiel ist die Beschreibung zu dem Speicherbereich Lokales Verzeichnis zu sehen:

<pool type='dir'>
  <name>default</name>
  <source>
  </source>
  <target>
    <path>/var/lib/libvirt/images</path>
    <permissions>
      <mode>0700</mode>
      <owner>-1</owner>
      <group>-1</group>
    </permissions>
  </target>
</pool>

Wie ein weiterer lokaler Speicherbereich definiert werden kann wird bereits im UVMM Quickstart beschrieben. Im folgenden wird ein Speicherbereich definiert, der auf ein iSCSI-Storage zugreift. Dafür muss einmal im Tag pool das Attribute type auf den Wert iscsi gesetzt werden. Anschließend müssen über das source Tag der Quellserver und der ISCSI-Targetname und über das target-Tag der Pfad zu der Gerätedatei definiert werden. In dem folgenden Beispiel wird ein Speicherbereich definiert, der vom Server xen6.ucs.local die iSCSI-Target iqn.2010-08.local.ucs:sdb einbindet:

<pool type='iscsi'>
  <name>iscsi</name>
  <source>
    <host name='xen6.ucs.local'/>
    <device path='iqn.2010-08.local.ucs:sdb'/>
  </source>
  <target>
    <path>/dev/disk/by-path</path>
    <permissions>
      <mode>0700</mode>
      <owner>-1</owner>
      <group>-1</group>
    </permissions>
  </target>
</pool>

Damit dieser Speicherbereich verwendet werden kann müssen die folgenden Schritte durchgeführt werden. Dafür ist die Beschreibung zuerst in einer Datei zu speichern (beispielsweise in der Datei iscsi-pool.xml)

virsh pool-define iscsi-pool.xml
virsh pool-start iscsi
virsh pool-autostart iscsi

Damit der UVMM-Dienste diese neuen Informationen zum Speicherbereich einliest muss dieser neu gestartet werden:

invoke-rc.d univention-virtual-machine-manager-daemon restart

Anschließend können im UMC-Modul Festplatten in dem Speicherbereich angelegt werden. Dabei ist zu beachten, dass in einem iSCSI-Speicherbereich keine neuen Images angelegt werden können, sondern nur vorhandene ausgewählt. Dabei werden die einzelnen LUNs als mögliche Images angeboten.

Achtung: Wird eine virtuelle Instanz angelegt, die eine Festplatte einbindet, die in einem iSCSI-Speicherbereich liegt, muss momentan die Konfiguration nachträglich noch über virsh angepasst werden. Die notwendige Erweiterung mit der dies nicht mehr notwendig ist, wird an Bug #19804 (forge.univention.org/bugzilla/show_bug.cgi) behandelt.

Wenn eine solche Festplatte angelegt wurde muss mit virsh die Beschreibung der virtuellen Instanz angepasst werden. Diese kann man mit dem Kommando

virsh edit <Instanzname>

öffnen und bearbeiten. In der XML-Beschreibung befindet sich ein Abschnitt, der ungefähr wie folgt aussieht:

    <disk type='file' device='disk'>
      <driver name='file'/>
      <source file='/dev/disk/by-path/ip-192.168.0.116:3260-iscsi-iqn.2010-08.local.ucs:sdb-lun-0'/>
      <target dev='hda' bus='ide'/>
    </disk>

Dieser Abschnitt muss wie folgt angepasst werden:

    <disk type=''''block'''' device='disk'>
      <driver name=''''phy''''/>
      <source dev='/dev/disk/by-path/ip-192.168.0.116:3260-iscsi-iqn.2010-08.local.ucs:sdb-lun-0'/>
      <target dev=''''sda'''' bus=''''scsi''''/>
    </disk>

Anschließend kann die Konfiguration gespeichert werden die virtuelle Instanz mit der neuen Konfiguration gestartet werden. Sollten sich weitere SCSI-Laufwerke in der virtuellen Instanz befinden, dann muss sda durch einen anderen Gerätenamen ersetzt werden.

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