Difference between revisions of "UVMM Technische Details"

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Auf dieser Seite werden weiterführende technische Details zu UVMM bereitgestellt die sich auf unterschiedliche Bereiche in der Verwaltung und Administration von Infrastrukturen mit Virtualisierungsserver beziehen. Dieser Artikel basiert auf dem Vorwissen, dass in dem [[UVMM Quickstart]] und dem UVMM-Abschnitt des UCS-Handbuchs beschrieben ist, daher sollte dieser zuvor beachtet werden.
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Dokumentation zu UVMM findet sich im [http://docs.univention.de/handbuch-3.2.html#uvmm:chapter UCS-Handbuch], in der [http://docs.univention.de/uvmm-3.2.html erweiterten UVMM-Dokumentation] und in den [[Cool Solutions]]
  
 
[[UVMM-iSCSI-Speicherbereiche|Anlegen eines Speicherbereichs auf einem iSCSI-Target]]
 
 
 
Bei den im folgenden dokumentierten administrativen Aufgaben wird das Kommandozeilenprogramm ''virsh'' verwendet, dass von ''libvirt'' mitgebracht wird. Weitere Informationen zu diesem Programm sind in der man-Page ''virsh(1)'' zu finden.
 
 
= Verwaltung von virtuellen Instanzen  =
 
 
In diesem Abschnitt werden Hinweise gesammelt, die sich auf die Verwaltung der virtuellen Instanzen beziehen.
 
 
== Paravirtualisierte Xen-Instanzen  ==
 
 
Diese Art von Xen-Instanzen werden mittels des Bootloader ''pygrub'' gestartet. Dieser extrahiert den Kernel sowie die Initrd aus dem Festplatten-Image, um die virtuelle Instanz zu booten. Damit dies funktioniert, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
 
 
*Die zu bootende Festplatte muss die erste in der Liste sein. Dies kann im UMC-Modul angepasst werden. Dafür kann in der Liste der Laufwerke einer Instanz auf die Schaltfläche 'Als Bootmedium setzen' geklickt werden.
 
*Auf der Festplatte muss es entweder eine Partition geben, bei der das Boot-Flag gesetzt ist oder der Kernel muss auf der ersten Partition zu finden sein.
 
 
== Wiederherstellung  ==
 
 
Sollte eine virtuelle Instanz einmal durch einen Fehlerfall nicht mehr in UVMM angezeigt werden, dann kann diese aus einer Sicherung wiederhergestellt werden. Bei jeder Veränderung der Konfiguration einer virtuellen Instanz erzeugt UVMM in dem Verzeichnis ''/var/backups/univention-virtual-machine-manager-daemon/'' eine Sicherung der letzten Version der Konfiguration. Die Dateien in dem Verzeichnis enthalten die XML-Beschreibung der virtuellen Instanzen und sind nach der UUID (einem eindeutigen Bezeichner) der Instanzen benannt.
 
 
Zur Wiederherstellung der Instanz kann das Skript ''univention-virtual-machine-manager-restore'' verwendet werden. Damit die Wiederherstellung funktionieren kann müssen die folgenden Kritieren erfüllt sein:
 
 
*Die Festplatten- und CDROM-Imagedateien müssen weiterhin in dem selben Verzeichnis verfügbar sein
 
*Die Virtualisierungstechnik muss die gleiche sein (Xen oder KVM)
 
 
Um eine Liste der verfügbaren Sicherungen zu erhalten kann das folgende Kommando verwendet werden:
 
 
univention-virtual-machine-manager-restore -l
 
 
Wenn die Liste der Sicherungen zu lang ist, kann durch Angabe eines Musters für den Namen die Liste eingeschränkt werden:
 
 
univention-virtual-machine-manager-restore -l -p "*winxp*"
 
 
Um eine virtuelle Instanz wiederherzustellen kann das folgende Kommando ausgeführt werden:
 
 
univention-virtual-machine-manager-restore -r <name>
 
 
Das Argument <name> muss durch den Namen oder die UUID der virtuellen Instanz ersetzt werden. Wenn bereits eine virtuelle Instanz mit dem selben Namen auf dem Server existiert wird die Wiederherstellung abgebrochen es sei denn die Option -f wird angegeben. In dem Fall wird die Wiederherstellung erzwungen.
 
 
Nachdem die virtuelle Instanz erfolgreich wiederhergestellt wurde kann sie mit dem folgenden Kommando (als root auszuführen) gestartet werden:
 
 
virsh start <name>
 
 
'''Hinweis''': Sollte die Instanz zuvor gelöscht worden sein, dann funktioniert diese Wiederherstellung nur, wenn beim Löschen der Instanz die Festplatten-Images nicht mit entfernt worden sind.
 
 
== Performance bei Windows-Systemen  ==
 
 
Die Performance von virtualisierten Windows-Systeme ist gegenüber auf Hardware laufenden Systemen geringer, was durch die Virtualisierungstechnik kommt. Um diese Performance zu verbessern, können auf den Windows-Systemen spezielle Treiber installiert werden, die die Performance deutlich verbessern.
 
 
Bei Xen-Systemen können die GPLPV-Treiber verwendet werden:
 
 
[http://wiki.xensource.com/xenwiki/XenWindowsGplPv wiki.xensource.com/xenwiki/XenWindowsGplPv]
 
 
Für KVM gibt es die virtio-Treiber:
 
 
[http://www.linux-kvm.com/content/latest-windows-virtio-drivers www.linux-kvm.com/content/latest-windows-virtio-drivers]
 
 
= Storageverwaltung  =
 
 
Im folgenden werden einige Besonderheiten der Storageverwaltung in UVMM beschrieben.
 
 
== Überwachung der Speicherbereiche  ==
 
 
Die Festplatten-Images, die durch UVMM angelegt werden, sind sogenannte Sparse-Dateien, d.h. diese Dateien belegen nach dem Anlegen nicht den kompletten Speicherbereich, der als Größe der Festplatte angegeben wurde, sondern wachsen erst bei Bedarf. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, die Speicherbereich mit Nagios zu überwachen, so dass vor dem Volllaufen eines Speicherbereiches vorzeitig etwas unternommen werden kann.
 
 
= UVMM auf standalone Memberserver  =
 
 
Normalerweise nutzt UVMM den Univention Directory Manager, um auf Informationen im LDAP zuzugreifen bzw. dort zusätzliche Informationen zu den einzelnen Instanzen abzulegen. Wenn UVMM auch auf einem Memberserver verwendet werden soll, der nicht Teil einer Domäne ist, muß auf einen Teil der Funktionen von UVMM verzichtet werden.
 
 
Zunächst muß die Verwendung von LDAP mit der Option '''-b ""''' deaktiviert werden. Da im LDAP aber auch gespeichert wird, welche Virtualisierungsserver vom UVMM verwaltet werden sollen, müssen diese deshalb als zusätzliche Parameter explizit aufgeführt werden.
 
 
Diese Optionen lassen sich am einfachsten über die Variable '''DAEMON_OPTS''' in der standardmäßig nicht vorhandenen Datei ''/etc/default/uvmmd'' einstellen, die zusätzlich auch noch die Optionen '''-s 0.0.0.0 -d''' enthalten muß, mit denen UVMM normalerweise durch ''/etc/init.d/univention-virtual-machine-manager'' aufgerufen wird.
 
 
Der folgende Befehl erzeugt eine solche Datei, mit der UVMM dann nur die eigene Maschine als Virtualisierungsserver nutzt:
 
<pre>echo DAEMON_OPTS=\"-s 0.0.0.0 -d -b \'\' xen://$(hostname -f)/\" &gt;&gt;
 
/etc/default/uvmmd</pre>
 
 
[[Category:Virtualisierung]]
 
[[Category:Virtualisierung]]

Latest revision as of 11:44, 19 October 2016

Dokumentation zu UVMM findet sich im UCS-Handbuch, in der erweiterten UVMM-Dokumentation und in den Cool Solutions

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