UVMM-iSCSI-Speicherbereiche

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Voraussetzungen

  1. Auf der Virtualisierungsservern muß das Paket open-iscsi installiert werden.
  2. Das iSCSI-Storage muß so konfiguriert werden, daß die Virtualisierungsserver darauf zugreifen können:
    1. Als Initiator-Name verwenden die Server den Namen, der in der Datei /etc/iscsi/initiatorname.iscsi angegeben ist. Der Name muß ggf. noch automatisch generiert werden, was durch den einmaligen Aufruf von
      /etc/init.d/open-iscsi restart
      
      bewerkstelligt wird.
    2. libvirt unterstützt noch nicht die Authentifizierung. Wird CHAP verwendet, so muß die Datei /etc/iscsi/iscsid.conf derzeit von Hand angepasst werden.

Einbinden von iSCSI-Speicherbereichen

UVMM unterstützt momentan noch nicht das Anlegen von Speicherbereichen für die Ablage von Festplatten-Images über die UMC. Trotzdem wird mit UVMM bereits die Verwendung existierender Speicherbereiche von verschiedenen Typen unterstützt. Im folgenden wird das Anlegen von Speicherbereichen beschrieben.

Um auf einem Virtualisierungsserver einen weiteren Speicherbereich zur Verfügung zu stellen, muss eine XML-Datei mit einer Beschreibung erstellt werden. Wie ein weiterer lokaler Speicherbereich definiert werden kann, wird bereits im UVMM Quickstart beschrieben. Im folgenden wird ein Speicherbereich definiert, der auf ein iSCSI-Storage zugreift.

  1. Im Element pool muß das Attribute type auf den Wert iscsi gesetzt werden.
  2. Über ein source-Element werden der Quellserver (iSCSI-Target) festgelegt.
  3. Über das target-Element wird der Pfad zu den Gerätedateien definiert. Für stabile Namen sollte dort /dev/disk/by-path benutzt werden.

In dem folgenden Beispiel wird ein Speicherbereich definiert, der vom Server xen6.ucs.local das iSCSI-Target iqn.2010-08.local.ucs:sdb einbindet:

<pool type='iscsi'>
  <name>iscsi</name>
  <source_><!-- ohne den Unterstrich _ -->
    <host name='xen6.ucs.local' port='3260'/>
    <device path='iqn.2010-08.local.ucs:sdb'/>
  </source_><!-- ohne den Unterstrich _ -->
  <target>
    <path>/dev/disk/by-path</path>
  </target>
</pool>
Anmerkung
aus technischen Gründen wird in den obigen Angaben nach dem source-Elementen ein Unterstich _ angezeigt, der entfernt werden muß!

Diese Beschreibung muß zuerst in einer Datei (beispielsweise in der Datei iscsi-pool.xml) gespeichert werden. Damit dieser Speicherbereich verwendet werden kann, müssen dann folgende Befehle ausgeführt werden:

virsh pool-define iscsi-pool.xml
virsh pool-start iscsi
virsh pool-autostart iscsi

Der UVMM-Dienst wird diesen neuen Speicherbereich nach einiger Zeit selbständig erkennen. Alternativ kann der Dienst auch einmalig neu gestartet werden, damit diese neuen Informationen zum Speicherbereich sofort neu eingelesen werden:

/etc/init.d/univention-virtual-machine-manager-daemon restart

Verwenden von iSCSI-Speicherbereichen

Anschließend können im UMC-Modul Virtuelle Maschinen (UVMM) Festplatten in aus dem Speicherbereich verwendet werden. Dabei ist zu beachten, dass in einem iSCSI-Speicherbereich keine neuen Images angelegt, sondern nur vorhandene ausgewählt werden. Dabei werden die einzelnen LUNs als mögliche Images angeboten.

Werden neue iSCSI-LUNs eingerichtet, so ist derzeit ein manuelles Neueinlesen des iSCSI-Speicherbereits erforderlich.

Dies kann über den Befehl

virsh pool-refresh "$pool_name"

erfolgen, für das obige Beispiel also

virsh pool-refresh iscsi

.

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