Cool Solution - Migrating a native Windows installation to UVMM

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Das hier beschriebene Vorgehen führt bei der Migration von nativen Windows XP- und Windows Server 2003-Instanzen zum Erfolg. Für die Migration anderer Windows-Versionen wurde das Verfahren nicht getestet.

Vor der Migration in die virtuelle Umgebung empfiehlt es sich, alle Hardwaretreiber aus der Windowsinstallation zu entfernen. Die von Microsoft bereitgestellte Datei devcon.exe greift per Commandline auf den Gerätemanager zu und kann für das Zurücksetzen der Hardwarekonfiguration benutzt werden.

devcon.exe muss nach c:\1 entpackt und dann im Ordner C:\WINDOWS\INF aufgerufen werden:

Start -> Ausführen -> "cmd" 
cd  C:\WINDOWS\INF
C:\1\i386\devcon.exe install "mshdc.inf" PCI\CC_0101

Anschließend wird das System von einer Linux-Live-CD (etwa SystemRescueCd) gebootet.

Die vorhandenen Festplatten kann man sich mit dem folgenden Befehl anzeigen lassen:

fdisk -l

Zum Übertragen des Systems empfiehlt sich das Auslesen der Festplatten und die Zwischenspeicherung auf einer externen Festplatte, etwa mittels

dd if=/dev/sda of=/mnt/usb/win.raw

Alternativ kann das Image komprimiert über SSH übertragen werden.

Ist dieser Vorgang abgeschlossen, kann der Rechner ausgeschaltet werden.

Das Raw-Image wird dann auf den UVMM-Host nach /var/lib/libvirt/images/ kopiert.

Kommt KVM als Virtualisierungstechnologie zum Einsatz und sollen die erweiterten Funktionen des Image-Formates qcow2 genutzt werden, kann das Image konvertiert werden:

cd /var/lib/libvirt/images/
qemu-img convert -f raw -O qcow2 win.raw win.qcow2

Anschließend wird in UVMM unter Verwendung des entsprechenden Windows-Profils eine neue virtuelle Instanz angelegt, der das raw- oder das qcow2-Image als Festplatte zugewiesen wird. Nach dem Start bootet Windows. Da alle Hardwarekomponenten neu erkannt werden müssen, braucht der Startvorgang einige Zeit. Wenn der Wiedereinrichtungsvorgang abgeschlossen ist, fordert Windows zum Neustart auf und ist anschließend einsatzbereit.

Treiber für Paravirtualisierung installieren

Migrierte Microsoft Windows-Systeme sind in der Grundeinstellung in Vollvirtualisierung installiert. Zur Verbesserung der Performance können zur direkten Anbindung an den XEN- bzw. KVM-Hypervisor Treiber für die Paravirtualisierung installiert werden.

GPLPV für Xen

Die von James Harper entwickelten Windowstreiber für Xen-Paravirtualisierung stellt Univention signiert bereit. Für Download und Installation gibt es eine Dokumentation in diesem Wiki.

Virtio für KVM

Die Treiber müssen unter http://alt.fedoraproject.org/pub/alt/virtio-win/latest/images/bin/ heruntergeladen werden. Diese Anleitung bezieht sich auf die Einrichtung mit einem virtuellen Diskettenlaufwerk über eine VFD-Datei und bezieht sich auf Version 1.1.16. Die heruntergeladene VFD-Datei muss im Speicherbereich abgelegt werden, z.B. unter /var/lib/libvirt/images/ und als Diskettenimage eingebunden werden.

Vor dem Start kann für das Netzwerkinterface direkt Paravirtualisierung ausgewählt werden. Windows installiert die Treiber dann beim Neustart vom eingebundenen Diskettenimage.

Für die Installation der Festplattentreiber ist ein weiterer Schritt notwendig. Zuerst wird ein temporäres Festplattenimage erzeugt, eingebunden und anschließend als "Paravirtualisiertes Laufwerk" markiert. Da Windows von einem paravirtualisierten Laufwerk nicht booten kann, wenn es die entsprechenden Treiber nicht kennt, wird der Treiber durch die temporäre Festplatte im System bekannt gemacht.

Ein Neustart installiert automatisch die Treiber, die dann für die entsprechende Windowsversion ausgewählt werden können. Anschließend wird Windows heruntergefahren und nun auch für das übertragene Festplattenimage Paravirtualisierung ausgewählt. Beim nächsten Start von Windows kann dann die Treiberinstallation durchgeführt werden. Die temporäre Festplatte kann anschließend ebenso wie das Diskettenimage entfernt werden.

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