Migration von Citrix XenServer-Images zu Xen-Images nach XEN.org

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Dieser Artikel beschreibt die Migration eines Citrix XenServer-Images zu einem Xen-Image nach XEN.org.

Konfiguration

XenServer wird bei einer Standard-Installation eine Volume Group (VG) anlegen in das es die XEN-Instanzen legt, eine sogenannte Storage Ressource (SR). Die VG wird jedoch nicht aktiviert, wie man vielleicht vermutet, und ist somit also nicht sofort sichtbar gemountet. Der Plattenplatz wird somit zum größten Teil direkt als SR adressiert.

Import von Images

Hinweis: Citrix XenServer verwendet das xva-Format beim Export für XEN-Instanzen.
Citrix Xen-Instanzen können über die Kommandozeile direkt importiert werden. Um zuvor die Images auf dem XenServer zu übernehmen ist von der VG ein LVM abzutrennen das dann direkt gemountet werden kann. Um z. B. ein Logical Volume (LV) mit einer Kapazität von 50 % der VG anzulegen und den Rest der SR zuzuführen müssen folgende Befehlt auf der Kommandozeile ausgeführt werden:

vgchange -ay
lvcreate <VG-lable> -n <volume-lable> -L50%VG
mke2fs -j /dev/mapper/<VG-lable>-<volume-lable> -L <volume-lable>
mount /dev/mapper/<VG-lable>-<volume-lable> /<mount-point>

Achtung: Da Citrix in den Instanzen ein weiteres LV anlegt muss genügend Speicherplatz auf der physikalischen Festplatte vorhanden sein.

Der Import selbst erfolgt auf der Kommandozeile mit folgendem Befehl:

xe vm-import filename={image}.xva preserve=true

Mit der Option preserve=true bleiben UUID und MAC-Adresse der Netzwerkgeräte erhalten. Soll ein zweiter Import des gleiches Images parallel verwendet werden so ist diese Option wegzulassen. Der Import würde sonst zwar durchgeführt, die Instanz jedoch nicht vollständig angelegt werden. In diesem Fall ist der Import aus dem SR manuell wieder zu entfernen.

Migration von XenServer Instanz-Images

Die Images von XenServer im xva-Format können nicht direkt mit XEN.org (wie in UCS verwendet) importiert werden. Hier erfolgt die Migration in zwei Schritten:

1. Entpacken des Image durch einfachen Aufruf von tar -xvf {image}.xva
2. Aufruf des Scriptes (hier zu beziehen) mit python xenmigrate.py –convert=Ref:7 {image}.img
Achtung: Ab XenServer in der Version 5.5 muss statt Ref:3 Ref:7 angegeben werden.

Im Anschluss kann das erzeugte Image direkt als Xen-Image als hda eingebunden und eine HVM-Konfiguration für das Image verwendet werden.

Images von einem NTFS-Dateisystem einlesen

Es ist möglich auf dem XenServer Dateisysteme, welches mit NTFS formatiert wurden, lesenden Zugriff zu erhalten. Dafür muss der ntfs-3g Treiber installiert und die entsprechende Partition eingebunden werden.

Installation des Treibers

Hinweis: Hierbei handelt es sich ausschließlich um einen Workaround der von Citrix nicht unterstützt wird!

Ab XenServer in der Version 5.5 wird kein NTFS-Treiber mehr bereitgestellt, aus der Community gibt es jedoch einen Workaround (Quelle):

wget http://packages.sw.be/rpmforge-release/rpmforge-release-0.3.6-1.el5.rf.i386.rpm
rpm -Uhv rpmforge-release-0.3.6-1.el5.rf.i386.rpm
yum install ntfs-3g

Ist die Installation abgeschlossen können Partitionen mit dem NTFS-Dateisystem eingebunden werden.

Einbinden der Partition

Die einzubindende Partition kann mit z. B. mit mount /dev/sdb1 /mnt eingebunden werden. Nun kann man mit den Standardbefehlen von Linux auf diese Partition zugreifen. Um z. B. ein Microsoft Windows XP-Image zu importieren, welches im Verzeichnis Backup liegt, gibt man auf der Kommandozeile den Befehl xe vm-import filename='/mnt/Backup/Windows XP.xva' ein. Nach dem Vorgang sollte die eingebundene Partition wieder freigegeben werden, dies geschieht mit umount /mnt.

Bluescreen beim Hochfahren von Windows

Es kann vorkommen das beim Hochfahren einer Windows-Installation ein Bluescreen auftritt. Dies ist im Zusammenhang mit einer Xen-Image aufgetreten, welches nach oben beschriebener Anleitung von einem XenServer-Image migriert wurde. Wenn dies der Fall muss der abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern (zu erreichen mit F5 während des Hochfahrens) geladen und dort die XenServer-Treiber deinstalliert werden. Hierfür wird ein Administratorenkonto bzw. ein Konto mit administrativen Rechten zur Installation und Deinstallation von Software benötigt. In der Übersicht der Installierten Software müssen die Citrix Tools for Virtual Machines deinstalliert werden. Nach einem Neustart sollte die Windowsinstallation wie gewohnt hochfahren.

Hinweise zum Export

  • Vor dem Export sollten ggf. nicht benötigte XenServer-Treiber oder andere spezifische Treiber entfernt werden.
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