UVMM

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UCS Virtual Machine Manager (UVMM) ist ein Dienst in Univention Corporate Server (UCS), der über das UMC-Modul Virtuelle Maschinen verwaltet wird. UVMM und das dazugehörigen UMC-Modul dienen der Verwaltung von Virtualisierungsinfrastrukturen in UCS-Umgebungen. Im Einzelnen werden mit UVMM physikalische Server, virtuelle Maschinen und Festplattenimages verwaltet. UVMM ist ab UCS 2.4 verfügbar. UVMM kann als Open Source Alternative zu VMware ESX Server und Citrix XenServer betrachtet werden.

Schematische Darstellung eines Virtualisierungsservers unter der Verwaltung von UVMM.


Als Virtualisierungstechnologien werden Xen und KVM unterstützt. Bei der Installation wird im Installer ausgewählt, welche der beiden Virtualisierungstechnologien Xen und KVM auf dem Server zum Einsatz kommt. Auf dem Virtualisierungsserver werden über das UMC-Modul Virtuelle Maschinen (UVMM) virtuelle Instanzen und Festplattenimages erzeugt und verwaltet. UVMM bringt dem Anwender hierfür zwei Assistenten mit. Einen zur Erzeugung neuer virtueller Maschinen und einen zur Erzeugung von Festplattenimages. Eine Baumübersicht über die physikalischen Server gibt einen Überblick über den Zustand des Servers und der darauf verfügbaren virtuellen Maschinen (Status der virtuellen Maschine, CPU- und Speicherauslastung).

Funktionen

  • Statusübersichten der physikalischen Server und virtuellen Maschinen auf einem physikalischen Server.
  • Verwaltung der physikalischen Server
  • Verwaltung der virtuellen Maschinen
    • Hinzufügen
    • Starten, Stoppen, Anhalten, Fortsetzen, Migrieren
  • Verwaltung der Festplattenimages
    • Neue Festplattenimages erstellen
    • Festplattenimage einer virtuellen Instanz zuweisen
    • CDROM-/DVD-Images einer virtuellen Instanz zuweisen

Neben UCS können auch andere Betriebssysteme virtualisiert werden, u.a. Microsoft Windows, Debian GNU/Linux, etc.

Definitionen

  • Physikalischer Server: Im Univention-Sprachgebrauch der Virtualisierung beherbergt ein physikalischer Server die virtuellen Instanzen einer Virtualisierungsinfrastruktur. Auf einem physikalischen Server kann zeitgleich nur eine begrenzte Anzahl virtueller Instanzen betrieben werden. Die Grenze wird vor allem durch den Arbeitsspeicher des physikalischen Servers bestimmt. Physikalische Server werden als Rechnerobjekte in der Rechnerverwaltung des UDM angelegt und dort verwaltet.
  • Virtuelle Maschine: Eine virtuelle Maschine ist die technische Definition eines virtuellen Computersystems mit seinen Hardware-Parametern wie Arbeitsspeicher, Netzwerkkarte und zugeordnete Festplatten.
  • Virtuelle Instanz: Eine virtuelle Instanz ist eine gestartete virtuelle Maschine auf einem physikalischen Server. Sie verbraucht Rechenleistung und Arbeitsspeicher des physikalischen Servers, auf dem sie ausgeführt wird.
  • Festplattenimage: Ein Festplattenimage ist die Festplatte für die virtuelle Maschine bzw. ihre Instanz und beinhaltet das Betriebssystem.

Virtualisierungsinfrastruktur UCS-Umgebung

Infrastrukturskizze von UVMM


Für eine Virtualisierungsinfrastruktur in einer UCS-Umgebung werden mindestens ein physikalischer Server mit einem der Hypervisoren Xen oder KVM und ein UCS Domaincontroller (Master, Backup, Slave) mit UVMM benötigt (siehe UVMM Quickstart). Der physikalische Server kann Domaincontroller (DC), UVMM und einen Hypervisor gleichzeitig beherbergen: z.B. UCS Domaincontroller Master als physikalischen Server mit Hypervisor Xen oder KVM und UVMM. Die physikalischen Server sind in der Domänenverwaltung registriert und werden in UVMM als physikalische Server angezeigt, um darauf virtuelle Instanzen zu verwalten. Auf einem physikalischen Server sollte nur einer der Hypervisoren Xen oder KVM installiert werden.

Weiterführende Informationen:

Personal tools